Kategorie: Ankündigung

Fünf Jahre postmondän (mit Überraschung)

Wir feiern Plattform-Geburtstag – mit Relaunch, Tomte-Zitat und Überraschung.


Endlich einmal etwas, das länger als vier Jahre hält.

Tomte

Wir freuen uns, im August 2015 mit postmondän angefangen zu haben. Das ermöglicht uns nämlich jetzt, unseren fünften Geburtstag zu feiern. Was wir auch tun – und es ist wirklich ein Traum, dass wir das hier machen können und sogar gelesen werden. Wir sind sehr glücklich, aber auch immer noch ein bisschen überrascht, dass wir hier im Magazin schon ein paar hundert Texte über Alben, Bücher, Filme, Theaterstücke, Kunstwerke von über dreißig Autor*innen veröffentlichen konnten. Dass 2020 nun nicht mehr das Jahr der großen Partys wird, steht auch schon seit Monaten fest. Trotzdem möchten wir den Geburtstag nicht komplett vorbeiziehen lassen und ihn stattdessen mit einem Relaunch unserer Seite feiern, die heute nach ein paar Wochen Rumgerumpel wieder aus ihrem Kokon krabbelt, wie eine Raupe das tut, wenn sie zu einem edlen Nachfalter oder einer stolzen Motte mutiert ist. Alles neu designt, bisschen schlanker, bisschen schneller, mit viel Platz für viele neue Texte – und eben mit Flügeln. Ist aber noch nicht alles.

Geburtstagsüberraschung

In den Relaunch hat sich eine Überraschung für euch eingeschlichen, nämlich unser eigener kleiner Online-Shop. Ihr findet darin ein Geburtstagsmotiv mit zwei neuen Freund*innen von uns, die uns sehr ans Herz gewachsen sind und euch, wenn ihr mögt, ein wenig durch den Alltag begleitet: durch die Kaffeepause, zum Schulsport, in die Festivalsaison (2021!) und überallhin, wo man nicht so gern oben ohne rumlaufen möchte, um nur ein paar der bedruckten Produkte anzuteasern. Man kann da draufklicken, rumgucken und wirklich echt Sachen kaufen. Kommen dann per Post. Probiert das ruhig mal aus.

Warum machen wir das?

Erstens, wie gesagt, zum Geburtstag. Zweitens ist euch vielleicht aufgefallen, dass postmondän komplett ohne Werbung auskommt – keine Banner, keine Amazon-Affiliate-Links, keine gesponserten Artikel, keine Markenkooperationen und auch keine Paywall. Freie unabhängige Gedanken quasi. Das war schon immer so und soll auch so bleiben. Die bewusste Entscheidung gegen jede Möglichkeit, mit dem Magazin Geld zu machen, haben wir immer wieder aufs Neue gefällt und sind mit den Konsequenzen auch einverstanden. Es gibt da aber trotzdem dieses kleine, immer hungrigere Sparschwein für laufende Kosten (für den Server, Designs und die Domain zum Beispiel). Falls euch also im Shop was gefällt, und ihr es kaufen mögt, helft ihr uns sehr dabei, mit dem Ganzen hier sinnvoll weitermachen zu können. Und habt sogar was davon. Winwinwinwin-Situation.

Das Allerwichtigste

Vielen Dank fürs Lesen! Wir waren von Anfang an überrumpelt, wieviele Leute sich immer wieder hier her verirren, und freuen uns über jeden Besuch, jeden Kommentar, jeden Follow, egal wo, und jeden Gruschler bei Twitter.

Schön und gut, aber wo gehts jetzt zum Shop?

 

Lange Nacht der Museen in Berlin – 25.08.18

Am 25. August ist es wieder soweit: In der Langen Nacht der Museen öffnen über 80 Berliner Museen und Ausstellung ihre Pforten für nächtliche Besucher. Zu diesem Anlass gibt es über 800 Sonderführungen und Events. Wir durften in einem Social-Media-Preview schon einmal drei davon besuchen und erleben.


Fabelhafte Fossilien im Naturkundemuseum Berlin

Das Museum für Naturkunde Berlin ist berühmt für seine riesigen Dinosaurierskellette. Heute wissen wir so einiges über den Fleischfresser Tyrannosaurus Rex und den Langhals Brontosaurus, doch das war nicht immer so. Knochen- und Fossilienfunde wurden sehr lange mit Mythen und Sagen in Verbindung gebracht. So entstanden Vorstellungen von Wesen wie Zyklopen, Drachen und sogar Einhörnern!

Zur langen Nacht der Museen gibt es im Naturkundemuseum eine Sonderführung durch die Hauptsammlung fossiler Wirbeltiere, in der man nicht nur die Originalknochen der ausgestellten Dinos bestaunen kann, sondern auch allerlei unterhaltsame Sagen und Mythen erkundet.

Der schönste Hörsaal Berlins im Tieranatomischen Theater

Kennt ihr das Tieranatomische Theater? Nein? Dann wird es aber Zeit! Das 1790 erbaute Gebäude ist nämlich nicht nur eines der wertvollsten klassizistischen Bauwerke in Berlin (architektonisch bedeutsamer als das Brandenburger Tor!), sondern verfügt auch über den wohl schönsten Hörsaal Berlins. Der beeindruckende Kuppelbau diente früher als veterinärmedizinischer Lehrsaal, in dem den Studenten Anatomie an Tierkadavern studierten.

Heute betreibt die Humboldt-Universität das Tieranatomische Theater als Forschungs- und Ausstellungszentrum. Aktuell ist die Ausstellung „Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald“ zu sehen.

Matcha-Teezeremonie in der Mori-Ogai-Gedenkstätte Berlin

Mori Ogai ist ein Schriftsteller, der in Japan zur Pflichtlektüre  in der Schule gehört. Bei uns ist er wohl nur Kennern bekannt. Eigentlich schade! Schließlich hat er lange Zeit in Berlin verbracht und war der erste Übersetzer des „Faust“ ins Japanische. Die Mori-Ogai-Gedenkstätte Berlin informiert über Leben und Werk des temporären Wahlberliners und wirft zudem einen Blick auf Japans rasanten Sprung in die Moderne, der sich im 19. Jahrhundert vollzog.

Ein ganz besonderes Highlight ist die Möglichkeit einer traditionellen Matcha-Teezeremonie beizuwohnen, die von einem ausgebildeten Teemeister vorgeführt wird.


Lange Nacht der Museen in Berlin

25.08.2018

Tickets und Informationen

Titelbild und Fotos: Martin Kulik

Neueröffnung der Kunsthalle Mannheim – Kunstmuseum der Zukunft?

Am Freitag den 01.06.2018 feiert die Kunsthalle Mannheim ihr Grand Opening. Nach der Fertigstellung des imposanten Neubaus wird die Kunsthalle mit neuem Konzept als „Stadt in der Stadt“ präsentiert und will Impulse für das Kunstmuseum der Zukunft setzen. Neben einer Neuinszensierung der bisherigen Ausstellungen werden Werke des Fotokünstlers Jeff Wall in einer Sonderausstellung präsentiert. Wir waren zu einem Preview-Event eingeladen und durften dort schon einige Eindrücke für euch bildlich festhalten.


Nach fast drei Jahren Bauzeit präsentiert sich der architektonisch eindrucksvolle Neubau der Kunsthalle Mannheim, entworfen von Gerkan, Marg und Partner, am schönen Friedrichsplatz in Mannheim – sonst eher von Jugenstilgebäuden gesäumt.

Zusammen mit dem neuen Prachtgebäude stellt sich die Kunsthalle Mannheim auch konzeptionell neu auf: Die Kunsthalle soll als Kunstmuseum der Zukunft ein offener Raum in der Stadt sein, den Kuratoren, Künstler und Publikum gemeinsam gestalten. Ganz nach dem Mannheimer Stadtkonzept, welches vor allem durch die Stadtquadrate bestimmt ist, sammeln sich im Inneren des Baus sieben „Ausstellungshäuser“ um ein lichtdurchflutetes Atrium. So zerfließen die Grenzen zwischen Stadt und Museum, zwischen Bürger und Museumsbesucher.

In den offenen Ausstellungen sind einerseits Neuinterpretationen von Schlüsselwerken der Sammlung – so etwa von Edouard Manet und Auguste Rodin – gezeigt. Aber auch internationale Künstler der Gegenwart wie etwa William Kentridge, Alicja Kwade und Anselm Kiefer präsentieren ihre Installationen und Bilder in den 13 Ausstellungsflächen.


Als Sonderausstellung sind außerdem unter dem Titel „JEFF WALL. APPEARANCE“ Werke eines Pioniers der Fotokunst zu bewundern. Jeff Wall erkundet in seinen großformatigen Fotos den Platz der Fotografie innerhalb der Künste und spielt mit Bild-in-Bild-Beziehungen. Dabei sind viele seiner Bilder in riesigen Dia-Leuchtkästchen installiert.


Der Neubau der Kunsthalle Mannheim ist aber nicht nur Ausstellungsfläche, sondern beinhaltet alle wesentlichen Museumsfunktionen – neben den offen zugänglichen Kuben sind das z.B. auch die Depot- und Technikräume, die Restaurationsflächen sowie das Museumsrestaurant LUXX.

Als Kunstmuseum der Zukunft setzt die Kunsthalle Mannheim auch dezidiert auf eine moderne Digitalstrategie. Neben einer eigens gestalteten App kann man die Sammlung der Kunsthalle auf interaktiven Touchmonitoren erkunden.

Alle Informationen zum Grand Opening der Kunsthalle Mannheim und den gezeigten Ausstellungen findet ihr unter kuma.art. Schaut vorbei – es lohnt sich!


Bildnachweise:

Titelbild: Der Neubau der Kunsthalle Mannheim Foto: Kunsthalle Mannheim/ Constantin Meyer

Alle sonstigen Bilder: Kunsthalle Mannheim und die respektiven Künstler/ Fotos Martin Kulik

Neue Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im DHM

DHM 1917 Revolution

Seit dem 18. Oktober gibt es im Deutschen Historischen Museum in Berlin eine neue Ausstellung zu begutachten. Wir durften zur Eröffnung bei einem Social-Media-Event mitsamt Führung durch die Ausstellung dabei sein und möchten einige unserer Eindrücke mit euch teilen!


Vom 18. Oktober 2017 bis zum 15. April 2018 läuft im Deutschen Historischen Museum die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“,  die sich mit den revolutionären Ereignissen in Russland und den damit verbundenen systemischen und kulturgeschichtlichen Veränderungen beschäftigt. Wir wollen euch heute auf die Ausstellung aufmerksam machen und einige unserer Social-Media-Fotos zusammenstellen – eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Ausstellung veröffentlichen wir als eigenständigen Artikel in den nächsten Wochen.

Die Lage in Russland vor der Revolution im Spiegel der Kunst:

Revolution 1917: Nicht nur auf Flaggen wird der Zar von der Farbe Rot verdrängt:

Auftritt Lenin…

… der im DHM auch in einer der inklusiven Erlebnisstationen erfahrbar ist:

Der neue kommunistische Staat wurde propagandistisch als Vielvölkerstaat in Szene gesetzt…

… aber auch anderswo als Feindbild inszeniert:

Die Ausstellung thematisiert nicht nur die verschiedenen Perspektiven auf die Revolution, sondern auch die erheblichen Migrationsbewegungen in der Folge des Bürgerkrieges:

Zitat DHM: „Die Russische Revolution war ein Schlüsselereignis für das Verständnis des 20. Jahrhunderts und ein Wegbereiter für die Polarisierung der Welt in zwei Lager. Daran zu erinnern, ist für das Verständnis der deutschen und europäischen Geschichte von herausragender Bedeutung.“

Zum Ende der Ausstellung werden zeitgenössische Perspektiven auf die Revolution vorgestellt:

Alle Informationen zur Ausstellung auf der Webseite des Deutschen Historischen Museums.

Noch mehr Eindrücke vom Social Media Event in der Story #DHMRevolution.

Und in Kürze dann unser tiefergehender Artikel!

Verlängerte Abstimmfrist beim Buchblog-Award

Am 13. Oktober ist es so weit: Auf der Frankfurter Buchmesse wird erstmals der Buchblog-Award verliehen. Da der Award eine ziemlich große Sache für die deutschsprachige Bloglandschaft und eine wichtige Anerkennung von Autor٭innen abseits der großen Feuilletons ist, seien ihm ein paar Kinderkrankheiten wie technische Probleme im Abstimmungsverfahren für die Shortlist nachgesehen. Zumal mittlerweile alles gefixt ist.

Außerdem wurde fairerweise die Votingfrist verlängert. Noch bis zum 14. September kann man also noch für seine Lieblingsblogs, zum Beispiel für postmondän oder einen der großartigen anderen, abstimmen. Und zwar hier:

Longlist Buchblog-Award 2017

_postmondän und der Buchblog-Award

Ihr Lieben,

gestern wurde die Longlist für den Buchblog-Award 2017 veröffentlicht, der dieses Jahr im Rahmen der Frankfurter Buchmesse erstmals verliehen wird. Neben vielen großartigen Seiten hat es auch postmondän in diese wundersame Liste geschafft. Nun läuft vom 1. bis 11. September ein Voting für die Shortlist – und wenn du mitmachen und deine Lieblingsseite unterstützen möchtest, dann klick doch einfach mal auf dieses hübsche Logo hier und lass deine Stimme hinterlassen. Geht auch ganz schnell. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Lächeln.

Zum Voting für den Buchblog-Award 2017:

Longlist Buchblog-Award 2017Wir danken euch vielmals für eure Aufmersamkeit, Treue  und Unterstützung über die letzten zwei Jahre,

eure Postmondänen