Autor: Gregor van Dülmen

Chor aus der Dunkelheit – ein Autorengespräch

Im März veröffentlichte Philip Dingeldey, auch bei postmondän ein fleißiger Autor, seinen ersten Roman „Chor aus der Dunkelheit“. Gutes Timing, denn er erzählt eine dystopische Geschichte, zwar ohne Pandemie, Shutdown und Abstandsregeln, dafür mit Großkonzernen, die in Europa die Regierung übernommen haben, Konzentrationslagern, in denen Menschen zu Opfergaben gezüchtet werden – achja, und Vampiren. Gregor, ebenfalls Autor bei postmondän, hat den Roman mittlerweile durchgelesen,...

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Artikel, Interviews, Literatur

Uthlande, verdammt! Turbostaat im Interview

Das neue Turbostaat-Album Uthlande wirft Fragen auf: nach einem zermürbenden Sample, haufenweise Selbstreferenzen, miteinander verbundenen Songs und immer wieder diesen Songnamen. Eine Woche vor Release der Platte fanden Jan Windmeier, Sänger der Band, Tobert Knopp, der Bassist, und Marten Ebsen, Gitarrist, zum Glück Zeit, das Nötigste zu klären. Gemeinsam mit Roland Santos, auch Gitarrist, und Schlagzeuger Peter Carstens haben sie die Band vor 21 Jahren in...

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Artikel, Interviews, Musik

Japanisches Kammerspiel nahe Berlin: Kühmels Kintsugi

„Wo in leuchtenden Lettern LOVE draufsteht, ist nie LOVE drin.“

Kintsugi, das lernt man in Miku Sophie Kühmels Debütroman, ist ein japanisches Kunsthandwerk, in dem zerbrochenes Porzellan durch den Einsatz von Gold repariert wird. So kunstvoll, dass die goldgeaderten Tassen, Vasen, Teller oder Schalen wirken, als hätte erst der Bruch ihnen zu Vollendung verholfen. Die Metapher wäre schon stark genug, um auf ihr allein...

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Literatur, Rezensionen

Otremba Funeral Service – Das Erbe der Science-Fiction

Hendrik Otremba singt bei Messer und feierte erst 2017 mit Über uns der Schaum sein Debüt als Autor. Jetzt legt er in diesem Nebenjob nach und präsentiert: Kachelbads Erbe. Damit hat er schon wieder ein Buch geschrieben, das im Grunde niemand erwartet hat. Denn hinter dem sperrigen Titel und merkwürdigen Cover verbirgt sich ein im Grunde nicht weniger sperrig aufgebauter Roman mit merkwürdigem Thema....

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Artikel, Literatur

Die Pyramiden von Kanada

In seinem Roman Kanada erzählt Juan Gómes Bárcena die Geschichte eines Auschwitz-Überlebenden, der versucht, ins Leben zurückzufinden. Um dessen Schicksal nachzuempfinden, hält er einen konfrontativen, eindrücklichen Stil bereit, der Schwächen bewusst in Kauf nimmt, um am Ende dann doch in der Magengrube seiner Leser٭innen einzuschlagen.

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Artikel, Literatur

Judith Schalanskys neuentdeckte Sachlichkeit

Was bleibt uns von verlorengegangenen Gegenständen, Kunstwerken, Orten, Tierarten oder Personen? Erinnerungen vielleicht? Oder Ruinen, schlechte Gewissen, Kopien, Textfetzen, Mythen? Judith Schalansky wagt mit „Verzeichnis einiger Verluste“ eine erstaunlich breite Aufstellung einiger solcher Verluste der Weltgeschichte, vom Kaspischen Tiger über Sapphos Gesamtwerk bis zum Palast der Republik, und führt uns dabei auch die Weite und Brutalität erzählerischer Grenzen vor.

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Artikel, Literatur