Alle Artikel von Filiz Gisa Cakir

Goodbye HIM: A bittersweet End

HIM Abschiedstournee

Nach 26 Jahren Bandgeschichte lösen sich HIM auf. Sie verabschieden sich mit einer letzten Tournee von ihren Fans auf der ganzen Welt. Die Konzerte in Berlin und Leipzig habe ich mir mal angesehen.


„HIM? Was, der macht noch Musik?“ So reagierten die meisten meiner Freunde, auf meine stolze Ankündigung, mir HIM noch ein letztes Mal live anzusehen. Sie meinen mit „der“ natürlich Ville Valo, Frontmann der finnischen LoveMetal-Könige HIM und Traum meiner Teenager-Nächte. Von Unwissenden oft immer noch mit der ganzen Band gleichgestellt.

Seit über 15 Jahren begleiten mich die romantisch-verklärten, düsteren Songs von H(is)I(nfernal)M(ajesty) und jetzt soll Schluss sein. Für immer. Einfach so. Nach 26 Jahren, 8 Alben und zahllosen Auftritten, gab die Band das Ende bekannt und verabschiedet sich mit der Bang & Whimper Farewell Tour.

Your world is coming to it’s end – But you don’t have to be afraid – I’m here for you

Im März 2017 sagte Valo dazu:

„ After quarter of a century of Love and Metal intertwined we sincerely feel HIM has run its unnatural course and adieus must be said in order to make way for sights, scents and sounds yet unexplored. We completed the pattern, solved the puzzle and turned the key. Thank you.“

Die „gesellschaftliche Relevanz“ dieser Abschluss-Tournee ließe sich darin erkennen, dass sie einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. Von Juni bis Dezember 2017 lieferten HIM noch mal eben über 50 Konzerte ab und bringen ihre Bandgeschichte am 31.12.17 in Helsinki auf ihrem jährlichen Silvester-Spektakel Helldone endgültig zum Abschluss.

Zunächst natürlich ein Schock (für mich)! Auf den zweiten Blick, ein weiterer Schritt in die Erwachsenen-Welt: Die (Anti-)Helden meiner Jugend sterben einer nach dem anderen weg, viele Bands haben sich längst aufgelöst und eine Zahnzusatzversicherung habe ich auch schon abgeschlossen. Die Welt dreht sich halt weiter, egal wie schön es gestern war und es ist auch nicht jedermanns Sache mit 40+ noch auf der Bühne abzudancen.

Dabei ist es schon länger ruhig geworden um HIM. 2015 war Schlagzeuger Gas Lipstick ausgestiegen. Die anderen Bandmitglieder widmeten sich stärker ihren Seiten- oder Soloprojekten, wie Daniel Lioneye. „We felt like there was nothing left to give collectively.”, so Valo.

Kaum ist das Statement draußen, sind trotzdem schon die meisten Auftritte ausverkauft. Natürlich war ich schlau genug, mir zumindest Karten für Berlin und Leipzig zu sichern. HIM sind mit über 10 Millionen verkauften Alben immerhin eine der erfolgreichsten finnischen Bands aller Zeiten. Dabei war der Anfang in den 90ern gar nicht so einfach. 1991 gegründet, dann doch wieder aufgelöst, wieder zusammen gerappelt, den Namen öfters Mal geändert. In den USA werden HIM zum Beispiel immer noch als HER gelistet. Und auch wer welchen Part innerhalb der Band übernehmen sollte, war lange nicht klar. Doch was lange währt, wurde endlich gut. Mit Wehmut denke ich da zurück an „Wicked Game“. Das wunderbare Cover des wunderbaren Chris Isaak, das HIM 1996 erstmals internationale Aufmerksamkeit bescherte. Oder an „Join me in Death“, das dann 1999 den Durchbruch in Deutschland brachte; Platz 1 der Singlecharts – das Lied sagt sicherlich noch heute jedem (den meisten?) etwas.

 

1998 kam bereits das Debüt „Greatest Lovesongs Vol. 666“ auf den Markt und machte Metal salonfähig. In Finnland brachte die Platte Gold, darüber hinaus stieß sie eher bei langhaarigen Metallern – und deren Freundinnen – auf Gehör. Hört man sich die Songs aus dieser Zeit, oder auch die Demos aus den Jahren davor nochmal an, kann man feststellen, dass die Finnen sehr viel düsterer und härter anfingen und dann über Goth Rock schließlich LoveMetal entwickelten. Passend zum Genre wurde das Heartagram (Eine Kombination aus Herz und Pentagramm) entworfen. Dass Viele ein ganz anders Bild von HIM vor Augen haben, liegt vermutlich an Ville Valo und seiner Stilisierung – in Kombination mit den sehr weich gewaschenen späteren Alben.

The fire in her eyes grew dim and then died

Blutenden Herzens stand ich also am vergangen Freitag in der Schlange vor der Columbiahalle Berlin und musste feststellen, dass eine Abschiedstournee offensichtlich jede verkümmerte Spießerin, die vor 20 Jahren mal in Ville Valo verliebt war, raus lockt. Die Masse der Fans verband dort eigentlich nichts, abgesehen von der Tatsache, dass man in Jugendzeiten vielleicht mal ähnliche Musik hörte. So ist es nicht verwunderlich, dass es auf dem Konzert zu Rumgeschubse und Pöbeleien kam. Und zwar nicht, weil alle in der ersten Reihe stehen wollen, sondern weil so manch einer den Abend mittlerweile lieber auf dem heimischen Sofa verbringt und vergessen hat, dass es auf Veranstaltungen wie Konzerten auch mal lebendiger zugehen kann. Vielleicht hatte mich aber auch die Ankündigung „This wasn’t a night to be sad, but one to celebrate the music one last time. “ des Bassisten Migé Amour ein wenig zu naiv-positiv gestimmt. Zum Glück sollte das Konzert in Leipzig besser werden…

I’m your Christ and I want you

HIM war immer schon eine Band, die etwas hinter ihrem Frontmann verschwand. Dabei sind ihre Mitglieder fähige und rotzcoole Musiker. Lily Lazer aka Linde ist beispielsweise Frontmann der (Alternative) Metal-Band Daniel Lioneye und war in dieser Form schon Support von Cradle of Filth. Aber an Ville Valo kamen sie unter HIM nicht vorbei. Und das, obwohl er zu Beginn der HIM-Saga dazu überredet werden musste, den Sänger zu geben und auch das Texte-Schreiben übernahm er eher unfreiwillig, da sonst einfach keiner die nötige Motivation aufbringen konnte. Dass er dann schnell zum Mädchenschwarm und Gesicht der Band avancierte, ist wohl eine logische Folge aus so viel Charisma, dieser Stimme und den teilweise fast triefenden Texten.

Einerseits ist dieser Umstand der Reduktion auf Mädchen-Kuschelrock schade, da die (teilweise wirklich gute) Musik der Finnen so oftmals verkannt wurde. Andererseits brachte er einen Erfolg, den sicher keine Band missen wollen würde.

Kein Wunder also, dass das Publikum auf den Konzerten auch größtenteils weiblich war. Bei den Männern fiel ein gewisser Anteil an sympathischen Ville-Verschnitten, ins Auge, mit Kajal und Mütze. Bei dem Leipziger Auftritt waren wirklich viele Menschen mit HIM- und Heartagram-Tattoos anwesend, was darauf schließen lässt, dass die Texte und Songs der Band für viele eine große Bedeutung hatten oder haben. Es geht da nicht um einfache Schwärmerei, sondern um eine Art Lebensgefühl, ja Ideologie. Ein romantisch-melancholischer Liebesfilm auf einem verwitterten Friedhof. Und am Ende reicht es vermutlich vollkommen, dass man sich untereinander erkennt. Auch wenn die Außenwelt darüber lächeln mag.

Nach einer eher belanglosen Vorband – The Biters – spielten HIM ganze zwei Stunden ihre großen und kleineren Hits. Natürlich routiniert und professionell, dennoch merkte man den Musikern an, dass sie Spaß hatten. Zur Einstimmung gab es erstmal „Your Sweet 666“ vom Debütalbum und anschließend laut und energiegeladen alles über „Wings of a Butterfly“, „Right here in my Arms“, „Funeral of Hearts“ und natürlich „Join me in Death“.

HIM Abschiedstournee 2

Leider war der Sound im patschuli-geschwängerten Konzert-Haus in Leipzig nicht sonderlich gut und dann vergaß Ville auch den Text von „Gone with the Sin“. Mit Hilfe der Fans und seinem gewohnt trockenen Humor war das aber alles gar nicht schlimm und der Auftritt am Ende doch sehens- und vor allem hörenswert!

Die einzige Bühnendeko war ein riesiges Stahl-Heartagram, ansonsten gab es eine bunte Lichtshow, die ganz nett, aber sicher nichts Spektakuläres war. Aber wozu auch? Den Fans reichte dann doch die Musik. Einzelne hatten sich wirklich Mühe gegeben und hielten Ballons mit aufgemaltem Heartagram und Schilder mit Dankesschriften in die Luft. Ville sah öfters mal ins Publikum und reagierte wahrhaftig mit Salutieren und zuckersüßem Lächeln! Sogar Knicklichter wurden von einem engagierten Groupie verteilt, um bei „Tears on Tape“ ein blaues Meer aus Tränen im Zuschauerraum zu erschaffen. Hach!

Natürlich lässt sich so ein Auftritt nicht mit alten HIM-Konzerten vergleichen, bei denen Ville eine Kippe nach der anderen rauchend seine Show ablieferte. Aber für einen Abschluss war es ok.

HIM Abschiedstournee 3

In 777 ways I love you ´til death do us part

Man will sich doch verabschieden bevor jemand endgültig geht. Während das im echten Leben leider oft nicht klappt, haben HIM uns hier die Möglichkeit dazu gegeben. Und dafür waren die Fans fast so dankbar, wie für all die Songs, die ihnen aus dem Herzen sprachen.

Zugabe war dann ganz passend, als letzter Song ever „When Love and Death Embrace“ und eher undramatisch, ließ Ville das Mikro einfach fallen und ging von der Bühne. Das war’s. Das mit dem „This wasn’t a night to be sad, but one to celebrate the music one last time. “ stimmte auch für die Zeit während des Konzerts, doch nachdem endgültig der letzte Klang verhallt war, sahen all die ZuschauerInnen doch eher traurig und verloren aus.

Aber sind wir doch mal ehrlich, was ändert das jetzt? Für mich persönlich eigentlich wenig. Das Heartagram auf meinem Zeigefinger bleibt für immer und die Musik kann ich weiterhin hören wann immer ich möchte. Ok, es wird wohl nix Neues mehr geben…aber dafür muss ich mich auch nie wieder von „HIM-Fans“ zurechtweisen lassen. Außerdem kann man wohl auf eine Art „Best-Of“ hoffen. Vielleicht stimmt ja sogar das Gerücht, dass es noch ein paar niemals veröffentlichte Geheimsongs gibt. Mit dem Gedanken tut HIMs Ende dann auch gar nicht mehr so weh.

P.S.: VILLE, I LOVE YOU!!!!!

Tides from Nebula – Sternennebel im Urban Spree

Polens Nummer 1 in Sachen Post-Rock lockte die Berliner ins Urban Spree und zeigte was sie kann. Aber auch, woran es fehlt.


Tides from Nebula, Urban Spree, 17. Mai 2017

Obgleich die Sonne sich endlich auch auf den Sommer eingelassen zu haben schien, war eine ganze Menge Menschen in der letzten Woche gern bereit, den lauen Berliner Abend noch etwas warten zu lassen und sich ins dunkle Urban Spree zu verkriechen, um dort den melodischen, teils melancholischen Klängen der polnischen Post-Rock-Helden Tides from Nebula zu lauschen.

So ziemlich genau vor einem Jahr präsentierte das Quartett aus Warschau – damals leider als Trio – auf dem RAW-Gelände sein viertes Album, Safehaven, welches in kompletter Eigenregie aufgenommen werden konnte, weil im band-eigenen Studio. Thisquietarmy hatte das Publikum letztes Jahr auf eher experimentelle Weise eingestimmt, dieses Mal hatten Tides from Nebula den ganzen Abend für sich allein; so gab es am Ende sogar zwei Zugaben! Und das Konzert war dann auch wie das „neue“ Album: Solide, ohne viel Klimbim, keine lange Stimmen-Samples oder atmosphärische Pausen. Das Publikum hörte gespannt zu und wurde weder von großen Licht-Effekten (wobei es schon ein bisschen Blinken und Glitzern gab), noch von langen Ansagen abgelenkt. Stand überhaupt ein Micro auf der Bühne?

Dafür gab es viele eingängige und schöne Melodien, denen Keyboard und Gitarre ihre prominenten Rollen zu verdanken hatten und die manchmal fast an maybeshewill erinnerten. Was nicht heißen soll, dass es den Songs an Druck oder sich steigernden „Gitarren-Ausbrüchen“ fehlte, doch macht die Band ihrem Namen alle Ehre. Bei Songs wie „Home“ hat man zwischenzeitlich eher den Eindruck verträumt durch einen nebligen Wald zu gehen und schließlich in den schwarzen Nachthimmel zu blicken – düster-ish, aber voller funkelnder Sterne –, als in ein schönes Gewitter. „We are the mirror“ hingegen vereint dann, nach guter alter Post-Rock-Manier atmosphärische Ruhe-Phasen, mit Chaos und Gitarren-Loops. Simple Melodien steigern sich in den Songs zu einem musikalischen Höhepunkt, zu aggressiven Klanglandschaften, in denen der Zuhörer einfach nur noch dabei ist und nirgends anders, so wie Fans des Genres es gewöhnt sein mögen.

Quelle: YouTube

Und da liegt dann auch der Knackpunkt, sofern es denn einen gibt. Tides from Nebula machen die Musik, die von einer europäischen Post-Rock-Band heute erwartet wird. Dies machen sie auch wirklich gut, sowohl live als auch bei Aufnahmen legen sie höchsten Wert auf die Soundqualität. Das Einzige, was man bei ihnen aber wohl nicht finden wird, sind schwierige, unzugängliche oder auch andersartige, innovative Parts. Nicht umsonst wurde „Safehaven“ 2016 auf Platz 10 der besten Post-Rock-Veröffentlichungen des Jahres gewählt und eine Tour reiht sich an die nächste, wobei die Reichweite sich von Polen auf Europa und die Welt ausgeweitet hat. Läuft bei denen.

Tides from Nebula sind aber auch im wahrsten Sinne des Wortes eine Live-Band. Nicht nur, dass sie es irgendwie schaffen über die Musik (oder auch das Spielen im Zuschauer-Raum) aus Publikum und Band eine vereinte Menschenmenge zu machen, die Zuhörer also zu berühren, sie scheinen in den letzten Jahren auch nonstop auf der Bühne gestanden zu haben. Trotz der paar hundert Gigs, die sie mittlerweile auf dem Buckel haben, geht ihnen die Puste nicht aus. Sicherlich ist ihnen eine gewisse Routine anzumerken, dennoch bringen sie live eine Fülle von Emotionen und eine sehr positive Atmosphäre rüber. Der Song „Only with presence“ vom Vorgänger-Album „Eternal Movement“ ist sodann live mindestens so energiegeladen und unbeschwert-mitreißend wie man es vermuten würde, wenn man ihn mal „von Band“ gehört hat. Auch wenn die vier Polen onstage wie ernste Rocker scheinen, sind sie in Wirklichkeit äußerst freundliche, junge Menschen ohne jegliche Star-Allüren, die ihr Gepäck auch mal endlos durch die Nacht tragen und einem Bierchen mit Fans meist eher zugeneigt sind.

Also, solltet Ihr die Chance haben Tides from Nebula live zu sehen, tut es! Ihre Musik ist zum Tag- (und Nacht-)Träumen bestens geeignet und lohnt sich immer.

The xx in Berlin. Karneval auf Berlinerisch

Nachdem The xx ihre Berliner Fans fast vier Jahre hatten warten lassen, traten sie am Samstag endlich in der fast 9.000 Menschen fassenden Arena Treptow auf.


Die anstehende Menschenmenge vor der Arena ließ eher ein Konzert einer Größe wie Lana del Rey vermuten und auch innerhalb der Halle konnte man sich den besonderen Flair einer Hipster-Massenveranstaltung schwer wegreden. The xx versammeln mit ihrem minimalistischen, und doch tiefgründigen Indie-Pop, der zum Gläschen Wein bei Kerzenschein genauso passend sein kann, wie zu dröhnenden Bässen im Club, nun mal eine ganze Menge verschiedener Menschen. Diese unterschiedlichen Seiten ihrer Musik präsentierten die drei Musiker*innen auf dem Konzert sodann beispielhaft. Während der Auftakt ihrer Welt-Tournee im November 2016 noch etwas schüchtern, fast unsicher wirkte und Gitarristin Romy Madley Croft und Bassist Oliver Sim dort nicht müde wurden, zu betonen wie sehr sie sich freuten endlich wieder auf der Bühne zu stehen, was man ihnen durchaus abnahm, war die Show in Berlin sehr viel dynamischer und ließ bald eine Club-Atmosphäre entstehen.

Gespielt wurden Songs vom neuen Album „I See You“ – welches glücklicherweise Florian Silbereisen von der Spitze der deutschen Album-Charts verdrängen konnte – aber ebenso ältere, düster anmutende Ohrwürmer. Jamie xx hatte genügend Raum auch seine Solo-Stücke einfließen zu lassen und so das Publikum durch immer krassere Bässe zum Tanzen zu bringen. An einem elegant transparenten DJ-Pult stehend bediente er die Drum-Computer, griff jedoch auch mal zum analogen Drumstick, um Becken und Trommel klingen zu lassen. Licht- und Bühneninstallation passten perfekt zur jeweiligen Stimmung der Lieder, die oftmals fast nahtlos und gekonnt ineinander übergingen. Mal erzeugten übergroße, sich drehende Spiegelwände eine fast bedrohlich-psychedelische Atmosphäre, dann tanzten bunte Neonlichter fröhlich mit den Zuschauern zu „On Hold“.

Quelle: YouTube

Die gefühlvollere Seite von The xx betonte Sängerin Romy mit Songs wie „Say something loving“ und während Oliver Sim kunstvoll bewies wie stylisch sich ein Bass spielen lässt, konnte sich der Zuschauer des Eindrucks nicht verwehren, dass die drei Musikerinnen – jeder für sich – gewachsen zu sein scheinen. Ob auseinander, zusammen oder wieder zusammen – es lässt sich nicht wirklich sagen. The xx haben sich entwickelt, verändert; das lässt sich nicht zuletzt auch an ihrem neuen Album hören, auf dem man die alte Melancholie von „Coexist“ oder „xx“ nicht so einfach wiederfindet. Ihre Musik ist eindeutig ihre Musik, aber vielleicht klingt sie live zudem einen Funken weniger unbeschwert, daran ändert auch das Konfetti, das Zuschauer im Gedenken an einen in Berlin nicht stattfindenden Karneval immer wieder in die beeindruckende Lichtshow warfen, nichts. Aber hieran ist ja auch nichts Verwerfliches, denn auch Künstler werden älter.

Insgesamt war es ein rundes, vielleicht etwas kurzes Konzert, das die Zuhörer sicherlich ein kleines Stückchen glücklicher in die Samstagnacht entließ und was kann man von einem Konzert schon mehr erwarten?