Interviews, Literatur
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Interalbernheiten mit Guido Rohm

Guido Rohm wurde 1970 im osthessischen Fulda als Sohn eines Metzgersohnes und einer Mutter geboren. Er schreibt unter anderem an. Seit seinem Debüt „Ich war Michel in der Suppenschüssel“ gilt er als Enfant terrine der Literatur. Rohm kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Er erhielt für sein Werk zahlreiche Preise wie 11,90 Euro und 12,80 Euro.


Du bist ja der einzige Mensch auf der Welt, der nicht nur sämtliche Stücke von Tennessee Williams gelesen, sondern auch _____________ hat.

___aufgegessen___

Wie fühlt sich das an?

Ich hatte die ganze Woche Bauchschmerzen. Und Verstopfung. Ich habe schon viele Theaterstücke gegessen. Aber seine lagen besonders hartnäckig im Magen.

Stell dir vor, jemand hätte die Fähigkeit, in seinen magischen Voodoo-Terminkalender reinzuschreiben, wie du ins Büro reinkommst.

Ja, habe ich mir vorgestellt.

Hast du sehr ehrgeiziges Projekt in petto haben?

Ich möchte gern als erster Mensch den Mond auf einem Fahrrad umrunden.

Stimmt es, dass man dich früher „Neuralgo“ genannt hat?

Ja, das war in der Zeit, als ich Superheld war. Ich reagierte sehr genervt auf Bösewichte, so sehr, dass sie es meiner Nähe nicht aushielten.

Was ist der Unterschied zwischen Fertigmilch und Muttermilch? Gibt es Maismilch? Himbeermilch? Internetmilch? Was ist an dem Gerücht dran, dass im Milchpulver Sägemehl drin ist?

An den Gerüchten ist Kleber dran. Die wird man nicht mehr los.

Manni hatte eine heimliche Geliebte?!

Ja, er wusste selber siebzehn Jahre nichts von ihr, so heimlich war das Verhältnis.

Meine Mutter hat mir heute apropos eröffnet, dass ich einen Geheimbruder namens Bro-ris habe und dass ich als Kind bei Sichtkontakt mit einem Automobil jedweder Marke einen epileptischen Anfall erhielt: Was gab denn eigentlich bei Ihnen den Ausschlag, -lersein an den Nagel zu hängen und sich lieber FF zuzuwidmen?

Das war ein Brennnesselausschlag.

Okay, okay. Aber was ist „Pastell“ genau, ich kenne das Wort nicht.

Das ist eine schlossähnliche Burg in Frankreich.

Beim Jonglieren Arbeit und Familie, wie viele Hände du benutzen?

Ich habe wie jeder Mensch drei Hände. Mehr nicht.

Und wann sind dir das erste Mal deine Initialen bewusst geworden? Glaubst du, es gibt erwachsene Menschen da draußen, die sich noch nie mit den Konnotationen ihrer Initialen auseinandergesetzt haben. Was ist etwa von Peter-Ulrich Pawlowski (45) zu halten, der heute zum ersten Mal feststellt, dass „PUP“ nach was ganz schön Albernem klingt?

Ja, das ist sehr albern. Hihihi, sehr … hihihi.

Ihr Zeitplan ist voll von Projekten, die manchmal dazu neigen. Hatten Sie jemals oder haben Sie die Angst vor dem Ausbrennen haben?

Wer ausbrennt, kann mit der Asche ein Bild malen oder ein Gedicht an eine Wand schreiben.

Was halten Sie von Lunge?

Sie ist wichtig, z. B. für den Lungenkuss. Oder damit man in Lungen sprechen kann. Man kann sich mit der Lunge auch Sahne von der Oberlippe wischen.

Haben Sie irgendwelche seltsamen Hobbys, wie Backen?

Ja, ich sammle Briefmarken.

Titelbild: © Guido Rohm

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