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Fiktion als Kritik oder warum wir mehr Science Fiction schauen sollten

Poster Silent Running

1972 wagten sich ein paar kreative Köpfe daran, einen Science-Ficition-Film zu produzieren. „Silent Running“ ist ein gelungenes Beispiel für kritische Kunst. Noch viel wichtiger, der Film trifft mit seiner Thematik genau ins Schwarze der gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdebatten.


Am 30. November diesen Jahres beginnt die 21. UN-Klimakonferenz. Es werden ca. 40.000 Gäste erwartet. Unter ihnen Vertreterinnen der 194 Mitgliedstaaten, unabhängige Beobachterinnen und auch Teilnehmerinnen aus der Zivilbevölkerung. Hauptsächlich aber werden Experten und Politiker über Zahlen und Fakten diskutieren, Zugeständnisse von dem anderen erwarten und selbst Kompromisse eingehen müssen. Die Ziele sind hochgesteckt:

„The aim is to reach, for the first time, a universal, legally binding agreement that will enable us to combat climate change effectively and boost the transition towards resilient, low-carbon societies and economies.“

Quelle: COP 21 Main Issues

Eine allgemeingültige, verbindliche Vereinbarung aller Mitgliedsstaaten bezüglich ihrer jeweiligen CO2-Emissionen. Die so festgelegten Werte sollen die Staaten dann durch entsprechende politische Maßnahmen erreichen. Dass zunächst einmal die Akteure der Wirtschaft und öffentlicher Institutionen mit diesen neuen Regelungen konfrontiert werden und diese in ihr künftiges Handeln integrieren müssen, ist wahrscheinlich der erste Schritt politisch-praktischer Umsetzung. Wie aber kann das, was auf dieser Konferenz beschlossen wird, auch zum einzelnen Individuum vordringen?

Dass es jedes Jahr einen Klimagipfel gibt, wissen wir, aber wer weiß schon, was jedes Jahr dabei herauskommt? Welche Zahlen und Fakten werden für die Entscheidungen zu Grunde gelegt und wie viel der Entscheidungsfindung besteht eigentlich nur aus der Instandhaltung und Festigung bestehender Machtverhältnisse im weltpolitischen Spiel der Großen? Aber ich möchte wieder zurück zum/zur kleinen Mann/Frau. Denn was dort verhandelt wird, betrifft uns alle. Jeden einzelnen Menschen auf der Erde, jedes Tier. Regulierungen solcher Art müssen nicht nur auf makro- und meso-ökonomischer Ebene, sondern auch auf der Ebene des individuellen Handelns des einzelnen Subjekts etabliert werden. Zuvor allerdings müssen diese Regulierungen auch als notwendig wahrgenommen werden. Damit ein neuer Aspekt in meinem alltäglichen Handeln Berücksichtigung findet, muss ich für diesen Aspekt sensibel sein, ihm einen Wert zusprechen und er muss gerechtfertigt sein.

Die Verbindung zwischen einem Anstieg des Klimas verursacht durch vermehrten CO2-Ausstoß und einem irreversiblen Rückgang der Biodiversität lässt sich schon lange nicht mehr ernsthaft bestreiten. Es gibt unzählige Studien, wissenschaftliche Papers und Vorträge zu dem Thema. Aber die werden eben hauptsächlich von denen gelesen, die selbst solche Texte schreiben und diese Forschung betreiben. Was ist mit dir und mir? Und vor allem mit denen nach uns? Damit unsere ganzen Bemühungen nicht einfach nur als kurzes Aufflackern praktizierter Verantwortung im Kosmos erlöschen, müssen diese auf wissenschaftlichem Weg erschlossenen Erkenntnisse über die Folgen unseres invasiven Treibens auf der Erde auch eine Entsprechung in unserer praktischen Vernunft, das heißt in unserem ethischen Denken finden. Ich spreche hier von dem Begriff der Nachhaltigkeit. Seit Jahrzehnten ein scheinbar magisches Wort, mit dem sich alle gern schmücken, es aber nur wenigen gelingt, sich seiner wahren Bedeutung durch tatsächliches Handeln zu nähern.

Kunst als Kritik

In den 1970er Jahren gab es bereits Menschen, die sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt haben. Keine Wissenschaftler, sondern Filmemacher. Keine rohen Texte voll gespickt mit Zahlen und Argumenten, sondern Bilder, Musik und Personen, die handeln. Das Filmdebüt „Silent Running“ (1972) des damals 28-jährigen amerikanischen Spezialisten für Spezialeffekte Douglas Trumbull ist ein gelungenes Beispiel für kritische Kunst (das Beitragsbild zeigt ein originales Filmplakat). Trumbull, der zuvor für die Spezialeffekte in Kubricks 2001 zuständig war, steckte sein ganzes technisches Können und die Wagnis das erste Mal Regie zu führen in diesen Science-Fiction-Film (The making of, 26:00-26:40). Der Titel ist eine Anspielung auf ein 1962 veröffentlichtes Buch der US-amerikanischen Biologin Rachel Carson. In „Silent Spring“ belegt Carson akribisch die verehrenden Folgen des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft und gibt somit den Startschuss für die erste große Umweltbewegung in den Staaten.

Quelle: Youtube

Das 21. Jahrhundert (damals in den 70ern noch weit, weit entfernt). Die Erde bewohnt von einer einzigen Art, dem homo technicus. Alle anderen Arten, sei es Flora oder Fauna, existieren nicht mehr. Das heißt fast. Denn die kleine vierköpfige Crew des American-Airlines-Frachters Valley Forge beherbergt einen großen Schatz: Mehrere Plateaus mit großen transparenten Kuppeln bieten Schutz für unzählige Pflanzen und Tiere. Eine Idylle unter einer gigantischen Käseglocke könnte man sagen. Gehegt und gepflegt von dem etwas hippieesk anmutenden Botaniker Lowell, der jedes Mal seinen blauen Astronauten Overall gegen eine weiße Kutte tauscht, wenn er in den Plateaus nach dem Rechten sieht.

Es wird schnell klar, dass seine drei Kollegen irgendwie doch lieber den optimierten „Astronautenfraß“ essen als Lowells liebevoll erzeugte Kürbisse oder Melonen. Es stehen sich zwei grundsätzlich verschiedene Haltungen gegenüber: hier die sensible, mit der Natur verbundene Person, die jedem Lebewesen den gleichen Wert beimisst und dort die anderen, rational Denkenden, die einfach nur ihren Job machen wollen. Das kann nicht lange gutgehen. Und man spürt schnell, dass sich zwischen diesen Einstellungen ein Konflikt entfalten wird. Wie sich dieser Konflikt dann entlädt, lässt den zuvor dahinplätschernden, bildgewaltigen Film in Richtung Thriller gleiten. Aber nur für kurze Zeit.

Die Belegschaft des Frachters bekommt die Anweisung, alle Plateaus vom Frachter zu lösen und ins Weltall zu schießen. Lowell gerät in einen moralischen Konflikt, denn er sieht keine Möglichkeit durch Gespräche seine Kollegen davon zu überzeugen, die Plateaus weiterzubetreiben: Nun sieht er sich vor der Entscheidung entweder seine bisherige Arbeit, seinen Traum und vor allem etwas aufzugeben, das alles andere an Wert übertrifft, nämlich die biologische Artenvielfalt, oder er verhindert das Abschießen der Plateaus um jeden Preis. Der Preis ist hoch, denn Lowell tötet schließlich im Ringkampf den einen Kollegen und schießt die anderen zwei mit einem Plateau einfach in die Unendlichkeit.

Die Krise des Zuschauers

Lowell bleibt jedoch, obwohl er schreckliche Taten zur Erreichung seines Ziels einsetzt, der „Gute“. Man identifiziert sich mit ihm am Anfang ganz einfach, weil er vieles von dem verkörpert, was wir als erstrebenswert ansehen: er ist achtsam und respektvoll anderen Individuen gegenüber, er scheint beflissen und verantwortungsvoll seine Arbeit zu verrichten. Man identifiziert sich aber auch dann noch, wenn er zu Mitteln greift, die wir als unmoralisch beschreiben würden. Dass Lowell nicht einfach gestrickt ist und den Tod seiner Kollegen als eine erstrebenswerte Art der Problemlösung ansieht, dass er sich also in einem ernsthaften moralischen Konflikt befindet, zeigt sich in folgender Szene. Er schickt die drei Hilfsroboter zum noch am Kampfort liegenden Kollegen. Sie sollen ein Grab für ihn ausheben und im letzten Plateau „beerdigen“. Während dessen beobachtet Lowell alles über einen Monitor im Raumschiff und gibt den Robotern Anweisungen. Sein Gesicht im close-up, die Worte kommen nur stockend:

„Put him, put him down in it. And then remain there because i would like to say something before you cover him over. […] There weren`t exactly my friends but I did like them. And, uh, I don`t think that I will ever be able to excuse what it is that I did, but I had to do it.“

„Silent Running“, Min. 40:50-42:04

Was hier geschieht, ist von existenzieller Bedeutung. Denn ein Mensch muss seine bisherigen Wertvorstellungen gegeneinander abwägen. Er kann sich nur für a oder b entscheiden. Beides, also die Biodiversität erhalten und seine Kollegen am Leben lassen, geht nicht. Es ist ein utilitaristisches, auf den größtmöglichen Nutzen ausgerichtetes Prinzip, welches Lowell letztendlich zu seiner Handlung antreibt: Drei Menschenleben wiegen nicht so viel, wie die diversen Arten auf den Plateaus. Der Wert der Plateaus wird sogar noch gesteigert, indem der Umstand hinzukommt, dass der Erhalt der Biodiversität in der Zukunft viel mehr Menschen nutzen könnte, falls man diese wieder auf der Erde oder auf einem anderen Planeten siedeln ließe.

Wir können Lowells Entscheidung/Handlung verstehen, aber dass sie nicht auf die Art und Weise gerechtfertigt ist, wie wir es gerne von rationalen und „richtigen“ Entscheidungen/Handlungen fordern, wird uns mit Lowells Gram und Trauer vor Augen geführt. Und genau an dieser Stelle entfaltet der Film seine kritische Potenz. Was die Stärke des Films ist, ist seine Darstellungsform. Wir sehen und hören den Protagonisten, wir erleben ihn und unsere Spiegelneuronen geben ihr Bestes, um in unserem Gehirn ein passives Miterleben zu erzeugen. Wir sind sozusagen mittendrin, fast ist es so, als müssten wir selbst uns verantworten. Der Zuschauer wird, genau wie der Protagonist, in eine Krise geführt, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Gar nicht so „simple-minded“ wie Vincent Canby in seiner Kritik nach den ersten Vorstellungen in der New York Times schrieb .

Science-Fiction

Was macht diesen Film noch so besonders? Es ist das Genre, in dem er sich bewegt, das wie gemacht dafür scheint, ethische Fragen zu Umweltveränderungen durch menschliches Handeln und die Zukunft uns folgender Generationen abzubilden. Science-Fiction war lange Zeit ein Spartengenre, bevölkert von Nerds und Phantasten. Aber spätestens seit Stanislav Lem und Isaac Asimov ihre kurzen und langen Geschichten in diesen (gar nicht so) fiktiven Zukunftswelten ansiedelten, hat sich Science-Fiction immer mehr Platz in den Bücherregalen der „Normalos“ erkämpft.

Wissenschaft und Technik bedingen sich gegenseitig. Dinge werden erforscht, um sie nutzbar zu machen, sie in ein technisches Vokabular zu überführen. Und genau dieses scheinbar zwanghafte sich gegenseitig Hervorbringen ist die Grundannahme in Science-Fiction. In „Silent Running“ gerät der Protagonist durch die Umwelt zerstörenden Folgen angewandter Wissenschaft in die Ausgangssituation der Story: Lowell hat den Auftrag mit riesigen Raumschifffrachtern in der Nähe des Saturn zu fliegen und während dessen sämtliche Tier-und Pflanzenarten für die Nachwelt zu erhalten, weil die Menschen Bedingungen geschaffen haben, die ein natürliches Leben unmöglich machen. Das, was zum Problem geführt hat, wird auf der anderen Seite wieder zur Problemlösung genutzt. Denn die Technik (Das Raumschiff und die Plateaus) ermöglicht es auch, dass die Biodiversität unter für sie hinreichenden Bedingungen weiter existieren kann.

„[Social] science fiction is that branch of literature which is concerned with the impact of scientific advance on human beings.“

Isaac Asimov, Science Fiction Writers of America Bulletin, 1951

Dennoch spielt die Science im Film „Silent Running“ und auch in den meisten anderen Science-Fiction Geschichten nicht die entscheidende Rolle – denn entscheiden können letztendlich nur Menschen. Wissenschaft und Technik bilden den Handlungsrahmen für Individuen, die sich darin mit vorher nie gedachten Problemen und Konflikten zurecht finden müssen. Man könnte sagen, dass Science-Fiction in einem besonderen Maße auch Geschichtsschreibung ist. Geschichtsschreibung für die Zukunft. Denn es wird versucht, im Gegensatz zu Fantasy, die Grenzen der Physik auszudehnen, aber nicht völlig auszuhebeln. Es werden mögliche Welten erdacht, die vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich, die Konsequenzen unseres gegenwärtigen Treibens auf der Erde aufzeichnen. Insofern kann man Science-Fiction – sei es im Buch oder Film – auch in dieser Hinsicht ein aufklärerisches Potenzial zusprechen.

Was hat das jetzt alles mit der UN-Klimakonferenz zu tun? Hier die Antwort: Die Themen, die auf solchen kostspieligen Konferenzen besprochen und nach denen dann bestimmte Regulierungen festgesetzt werden, betreffen am Ende uns alle. Für viele Menschen scheint es aber einen grundsätzlichen Graben zu geben zwischen dem, was die da oben beschließen und dem, was wir hier dann bitte schön tun sollen. Die Ziele der UN-Kommissionen sind zu begrüßen, aber der größte und schwierigste Schritt ist der, hin zu einer umweltverträglichen, verantwortungsvollen Haltung jedes Bürgers. Warum sollen wir denn jetzt auf unseren Wohlstand verzichten oder weniger Autofahren? Ich möchte nicht an meinem Wohlergehen sparen nur damit zukünftige Generationen ein genauso gutes oder vielleicht größeres Wohlergehen haben. Das sind verständliche Einwände, die aber auch problematisch sind. Darüber nachzudenken ist der erste Schritt hin zu einer ethischen Haltung. Und Kunst, die solche Filme wie „Silent Running“ hervorbringt, kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, mit dem Nachdenken zu beginnen.

10 Kommentare

  1. Das amerikanische Kino, zumindest wenn es um das kommerziell erfolgreiche Kino geht, hat sich allerdings längst darauf spezialisiert, uns eine Zukunft zu zeigen, die nur noch Helden und Kriege kennt. Skrupel sind da nicht vorgesehen und die Moral ist die der amerikanischen Waffenlobby.

  2. Silent Running hab ich tatsächlich vor einigen Monaten das erste Mal gesehen und fand ihn ziemlich gut. Er „zog“ sich nicht so sehr wie viele andere Filme aus der Zeit (vor allem die kritischen) und ich fand die etwas überzogen apokalyptische Basis, die man allerdings auch bezogen auf die Zeit sehen muss, in der der Film entstand, irgendwie charmant.

    Science Fiction macht eben eine (mögliche) Zukunft greifbar, weniger abstrakt, als es Zahlen und Fakten tun. Deshalb sind Filme und Bücher ein tolles Medium, um die technischen und ethischen Folgen unseres Handelns heute nahe zu bringen.

    Aber auch außerhalb von science fiction plädiere ich für die Entabstrahierung komplexer Themen. Mit Bild und Ton lässt sich vieles leichter verstehen und niemand hat die Zeit, sich mit allem auseinanderzusetzen. Ein fantastisches Beispiel dafür sind die Videos von Ted-Ed http://ed.ted.com/lessons auch wenn sie im großen und ganzen eher Basiswissen vermitteln, die Art und Weise der Vermittlung ist auch sehr gut für aktuelle Themen geeignet. News Games gehen auch in die Richtung, haben sich aber noch nicht so recht durchgesetzt.

    All dies hat eines gemeinsam: es bringt abstrakte Probleme vor die konkrete mentale Haustür. Ob wir (bzw. die meisten von uns) ohne 1984 so kritisch wären, was unseren heutigen Stand von Privatsphäre betrifft? Ich weiß es nicht, aber zumindest mich hat das Buch (als eines von vielen) definitiv motiviert mich damit auseinanderzusetzen und kritisch an Dinge wie social media ranzugehen. Youtube Videos beeinflussen heute unsere Kinder genauso wie uns damals Glotze und Bücher, ein guter Grund diese Plattform (en) verantwortungsvoll zu nutzen und Wissen über wichtige Themen per Bild und Ton zu verbreiten (und es ist so leicht wie nie).

  3. Liebe ninahagn, ich stimme dir da vollkommen zu. Wer glaubt das moralisches oder „das richtige“ Handeln und Denken eine rein rationale Angelegenheit sei, klammert etwas Wichtiges aus. Geschichten über Menschen, sei es in Film, Literatur oder anderer Kunst dargestellt, holt uns an einem anderen Punkt ab, der sich intuitiv und über Gefühle zeigt. Natürlich reicht es nicht aus an dieser Stelle stehen zu bleiben, wenn man daraus allgemeine moralische Grundaätze ableiten möchte. Aber ohne eine solche Basis, bleibt jedes moralische Gebot/Verbot vielleicht nur ein Formalismus. Man hätte den Managern und Voständen von VW mal ein gratis Packet Filme und Bücher mitgeben sollen.

  4. Einer meiner Lieblingsfilme aus der Zeit. Bruce Dern ist großartig in der Rolle. Die Arbeit ist eher untypisch für die 70er aber sehr berührend! Den „Making of“ Streifen kannte ich noch gar nicht. 🙂

  5. Ein Film, bei dem man als gefühlsbetonter Mensch weinen muss, mit einem kleinen Makel : die Stimme von Joan Baez ist einfach viel zu viel und schwappt dann doch ins unangenehm Kitschige, finde ich.

    • Ja, der Soundtrack von Joan Baez ist mir persönlich auch etwas zu viel. Aber ich find es mutig in einem Sci-Fi Film, solche Musik zu spielen und nicht bei den gängigen Klangteppichen oder orchestralen Kompositionen zu bleiben.

  6. Hoffentlich haben wir den „homo technicus“ und den „homo oeconomicus“ bald überwunden. Immer mehr erkennen den Irrweg. Es müssen noch viel mehr sein. Paläo ist auch kein Weg.
    Aber mehr Zwischenmenschliches wäre sehr zu wünschen. LG

  7. Vielen Dank, dass mal wieder an diesen hervorragenden Film erinnert wird. Ich freue mich auch sehr, dass in Bruce Derns Augen die Rebellion immer noch aufflackert, wie er vor wenigen Jahren als Greis in NEBRASKA gezeigt hat. Auch wenn Frau Baez Interpretation heute von vielen Menschen vielleicht nicht als zeitgemäß empfunden werden mag: Für mich hat ihre Stimme die Fragilität des Helden und dessen, was er schützen will, immer perfekt vertont, gerade weil es das komplette Gegenteil des durchdigitalisierten Welt- und Spielraums ist.

  8. „Silent Running“ einer der Lieblingsfilme meiner Jugend! Und nach wie vor absolut sehenswert! Allerdings erinnere ich mich noch an die Stimmen einige Altersgenossen von mir… „Kitsch“, „Hippiekram“ und ähnliches bekam man da zu hören.
    Tja, so spiegelt es sich dann in der Welt wieder.

  9. Interessant! Diesen offensichtlich sehenswerten alten Film kennen wir noch nicht. SciFi und Fantasy werden allzu oft als Kitsch oder bloßes Popcornkino abgetan. Dabei stecken in vielen Werken nachdenkenswerte moralische oder philosophische Fragen – auch wenn es das Gegenteil ebenso gibt mit seinen Schwarzweißmalereien und einfachen Lösungen: irgendein Kerl(!) vernichtet(!) „das Böse“ und rettet „die Guten“.

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