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Pabst: „Skinwalker“

Heute bringt nicht nur Xavier Naidoo eine neue Single raus. Pabst debütieren mit ihrer EP Skinwalker. Was hat ein indianischer Mythos mit Bier, einer Herzabhörmethode in der Tiermedizin oder einem Spuckbecken zu tun? Wahrscheinlich so viel wie Pabst mit Xavier Naidoo.


Im Zeichen der alten und neuen, retrospektiven Zeiten ist die Skinwalker EP natürlich auch als Vinyl erhältlich. Zu Reviewzwecken erwies sich der digitale Musikdownload zugegeben als praktischer. Nichtsdestotrotz wird sich gerade bei Pabst der Hörgenuss auf guter, alter Plattenbasis lohnen. Aber worauf genau kann sich der interessierte Hörer gefasst machen?

Quelle: YouTube

Im Titeltrack verschränken sich ursprünglicher Hard Rock nach legendärer Black-Sabbath-Art und davon inspirierter, jüngerer Stoner-Rock. Durch das gesamte Hörerlebnis der EP zieht sich des Weiteren ein gedrehter Strang aus fuzzigem Garagen Rock und Grunge.

Während Bias einen poppigen Einschlag hat, erinnert Members Only an die von The Cure gefärbten späten 1980er auf psychedelischer Grundlage. Die Palette der musikalischen Einflüsse reicht darüber hinaus bis zu Nirvana und Tame Impala.

Einem Cliffhanger gleich kommt übrigens der abschließende Song der EP. Watching People Die, den Grunge-Nerv der 90er treffend, zergeht rauschend in einem Bad aus pulsierendem Noise. Gibt es bald mehr davon?

Pabst machen die Frage, wie viel Rock-Genres in eine Band passen, überflüssig. Ihr Debüt dafür macht neugierig auf mehr und man hofft auf die Beibehaltung ihres Facettenreichtums.

Am 18.11.2016 spielt das Trio übrigens im Musik & Frieden in ihrer Heimatstadt Berlin. Die Gelegenheit, um sich abseits der sauberen Plattenproduktion ein Live-Bild von Pabst zu machen!

Titelbild: © Fabian Bremer

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